Aufruf zum gemeinsamen Gebet


Aufruf zum gemeinsamen Gebet um die Fürsprache des Albert von Oberalteich in der Pandemie-Zeit

Albert von Oberalteich wird von vielen Menschen, vor allem in der Pfarrei Oberalteich, wegen seiner Wundertaten verehrt. Er wurde 1238 oder 1239 im schwäbischen Ort Haigerloch als Sohn einer ritterlichen Familie geboren. Nachdem er sein bisheriges Leben in vollen Zügen genossen hatte, trat er 1261 ins Kloster Oberalteich ein.

Albert wurde mit der Betreuung der Klosterbibliothek beauftragt und war Begründer der bedeutenden Oberalteicher Schreibstube.

Später wurde er zum Prior ernannt und kümmerte sich als Seelsorger um die Kranken. Gerade die Sorge um die Kranken hatte es ihm besonders angetan. Er begründete die Leprosenseelsorge im Donaugau und regte den Bau eines Siechenhauses an. Noch zu seinen Lebzeiten soll er sehr wundertätig gewesen sein. Nach seinem Tod am 26. November 1311 kamen viele Menschen an sein Grab: „An der Grabstätte des Albertus entwickelte sich bereits zwischen 1311 und 1346 ein Kult. Man sah den Verstorbenen als Heiligen, an seinem Grab beteten Pilger, (…), das Grab war die Quelle für das segensreiche Wirken des Albertus. Der Wunder wirkende Gnadenort zog Menschen beiderlei Geschlechts, aller Stände und aus Nah (Straubing, Hunderdorf, Aiterhofen, Moosdorf, Loham, Piebing) und Fern (Scheyern) an.“ schreibt der ehemalige Kreisheimatpfleger Hans Neueder in einem Aufsatz. Auch aus den Jahrzehnten nach Alberts Tod sind Wundertaten überliefert, unter anderem wurden stumme Menschen geheilt oder eine an der der Epilepsie erkrankte Frau.

Albert darf in Oberalteich als Seliger verehrt werden, ist aber offiziell noch nicht seliggesprochen. Die Pfarrei Oberalteich bemüht sich aber darum. Auch heute noch wird Pater Albert hoch verehrt. Leider kann sein Hochgrab momentan nicht besucht werden, da es nur zu Gottesdienstzeiten zugänglich ist und aufgrund der Corona-Pandemie zurzeit keine Gottesdienste besucht werden dürfen.

In Mitteleuropa spielt Lepra heute keine Rolle mehr, umso mehr greift das Coronavirus in unsere Gesellschaft ein. Aus diesem Grund ruft die Pfarrei Oberalteich mit Pfarrer Richard Meier alle Gläubigen aus der Pfarreiengemeinschaft Oberalteich-Parkstetten mit Expositur Reibersdorf und darüber hinaus zu einem gemeinsamen Gebet am Mittwoch, 8. April, um 18:30 Uhr auf. Zur Erinnerung werden zu dieser Zeit fünf Minuten lang die Glocken der drei Kirchen läuten. Damit soll auch das COVID-19-Zentrum in der Klinik Bogen unter den besonderen Schutz Alberts von Oberalteich gestellt werden.

Die Pfarrei schlägt das Gebet um die Fürsprache von Pater Albert, dem Seligen, vor:
Vater unser …
Gegrüßet seist Du, Maria, …
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Allmächtiger Gott, 
in Pater Albert dem Seligen von Oberalteich,
hast du mir einen wirkmächtigen Helfer 
zur Seite gestellt.

Auf seine Fürsprache schenke mir, uns und allen Menschen dieser Erde in der Zeit dieser Pandemie und darüber hinaus Heil. Befreie uns von diesem Virus.

Darum bitte ich dich von ganzem Herzen, 
durch Jesus Christus, meinen Bruder und Herrn,
der in der Einheit des Heiligen Geistes,
mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
Amen.

Erinnert wird auch an das ökumenische Gebet um 19:30 Uhr.

 

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