Diakon Helmut Pscheidl in Oberalteich eingeführt


Sein Weihespruch „Ich will den Herrn allzeit preisen. Immer sei sein Lob in meinem Mund.“ passe sehr gut zum Sonntagsevangelium. So fasste Diakon Helmut Pscheidl seine erste Predigt in Oberalteich zusammen. Das Tagesevangelium handelte von den zehn Aussätzigen, die geheilt wurden.
 
Nachdem Pscheidl am 28. September im Hohen Dom zu Regensburg zum Diakon geweiht worden war fand tags darauf der Einführungsgottesdienst in Parkstetten statt.

Am Sonntag nun wurde er in die Pfarrei Oberalteich eingeführt. Politische Ehrengäste waren Landrat Josef Laumer und Stadträtin Andrea Probst in Vertretung von Bogens Bürgermeister Franz Schedlbauer.
 
Es war ein schönes Bild am Sonntagmorgen im Klosterhof in Oberalteich als sich die kirchlichen und weltlichen Vereine dort bei strahlendem Sonnenschein zum Kirchenzug aufstellten. Der Kirchenzug wurde musikalisch perfekt gestaltet vom Spielmannszug der Feuerwehr Oberalteich. Im Gottesdienst, dem Pfarrer Richard Meier vorstand, hörten die Gläubigen von Oberalteich das Evangelium erstmals aus dem Mund des frischgebackenen Diakons.
 
In seiner Predigt schilderte er zunächst die Situation der Aussätzigen zur Zeit Jesu. Jesus schickte die zehn Aussätzigen zu den Priestern. Pscheidl sprach in diesem Zusammenhang vom Mut dieser Aussätzigen, dass sie zu den Priestern gingen, wo sie sich mit ihrer Krankheit doch niemandem nähern durften. Ein Samariter, für die Juden ein Heide, war der einzige der zu Jesus zurückkam und ihm dankte. Dass der Samariter der einzige war, war für den Diakon nicht die wesentliche Aussage des Evangeliums, sondern, dass es ein Samariter war, der zurückkam: „Gott ist ein Gott aller Menschen. Gott möchte alle Menschen retten.“ Aber auch den Dank für die Heilung hob Pscheidl hervor. Dabei erinnerte er an seinen eigenen Weihespruch: „Ich will den Herrn allzeit preisen. Immer sei sein Lob in meinem Mund.“ Auch diese Aussage aus Psalm 34 drücke den Dank für Gottes Taten aus.
 
Am Ende des Gottesdienstes, der vom Vocalensemble Calliope unter der Leitung von Joachim Alt musikalisch gestaltet wurde erinnerte Pfarrgemeinderatssprecher Thomas Saller zunächst an den ergreifenden Weihegottesdienst in Regensburg, bei dem Diakon Pscheidl zusammen mit den beiden anderen Weihekandidaten die wichtigen Worte „Hier bin ich“ und „Ich bin bereit“ gesprochen hatte. „Unsere Kirche braucht Menschen wie Dich, Menschen, die sich dem Ruf unseres Herrn nicht verschließen, und sich der Seelsorge widmen“, dankte der Pfarrgemeinderatssprecher. Er betonte auch, dass der bisherige Weg Pscheidls mit der sechsjährigen Ausbildung ein anstrengender Weg war und dass der Weg bis hierher und weiter als Diakon ohne die Unterstützung der Familie nicht möglich gewesen wäre bzw. sein wird. Als Geschenk der Pfarrei überreichte Saller eine Stola.
 
Landrat Josef Laumer ging in seinem Grußwort unter anderem darauf ein, dass Pfarrer Richard Meier Unterstützung gut gebrauchen könne und sich auch helfen lasse. Auch er dankte Diakon Pscheidl für seinen Dienst. In Vertretung von Bürgermeister Franz Schedlbauer sprach Stadträtin Andrea Probst ein Grußwort. Auch sie ging unter anderem auf die Bedeutung des Begriffs Diakon ein, was wörtlich übersetzt so viel wie Diener oder Helfer bedeutet. Ebenso betonte sie, dass der Dienst des Diakons nicht irgendwann endet, was der Begriff „ständiger Diakon“ ausdrückt.
 
Auch Diakon Helmut Pscheidl sprach noch einige Dankesworte. Im Anschluss an den Gottesdienst hatte der Pfarrgemeinderat zum Sektempfang auf dem Kirchenvorplatz eingeladen. Bei Sekt, Orangensaft und Häppchen konnten sich die Gläubigen mit dem neuen Diakon ungezwungen austauschen.
 

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